Mittwoch, 23 September 2020
Notruf : 122

Rauchwarnmelder als Lebensretter?

Ein Unwetter oder Hochwasser kündigt sich zumeist an und man kann sich dementsprechend schützen. Ein Brand kann allerdings sehr plötzlich beginnen und vor allem schlafende Personen überraschen. Wie schützt man sich daher am besten?

Die Zahl 31 536 000 (!) hat eine besondere Bedeutung – denn das ist die wahnsinnig hohe Anzahl an Sekunden im Jahr, die die Freiwillige Feuerwehr für die Bevölkerung zur Verfügung steht. Die Feuerwehr kennt keinen Urlaub, keinen Feiertag, kein „Heute mag ich aber wirklich nicht“! Sie ist jede Sekunde im Jahr bereit. Ein enorm schnelle Bezirksalarmzentrale und technische Hilfsmittel wie Smartphone-Alarmierung und Sirene ermöglichen sehr kurze Ausrückezeiten. Doch noch wichtiger ist es, dass man selbst Vorsichstmaßnahmen trifft, um eine Gefahr so rasch wie möglich zu registrieren und dementsprechend handeln zu können.

Rauchwarnmelder könnten genau diese wichtigen Sekunden bei der Entstehung eines Brandes einsparen. Es gibt verschiedene Techniken in der Funktionsweise der Rauchwarnmelder. Die häufigste Funktionsweise beruht auf optischer Lichtstreuung. „Reine“ Luft reflektiert kein Licht. Rauch streut allerdings das Licht und so wird in der Luftkammer des Rauchwarnmelders eine Gefahr erkannt und das akustische Signal des Melders gestartet. So können die Personen auch bei Brand in einem anderen Raum gewarnt werden.

In Österreich besteht bei Neubauten und Umbauten laut der OIB-Richtlinie 2 eine Rauchwarnmelderpflicht für alle Aufenthaltsräume sowie in Gängen, über die Fluchtwege von Aufenthaltsräumen führen. Hier der Auszug: 

 

Eine Vorschrift des nachträglichen Einbauens für bestehende Bauten gibt es nicht. Allerdings sollte man sich fragen, ob es nicht doch sinnvoll ist auch nachträglich diese anzubringen, weil warum sollten sie nur für Neubauten das Sicherheitsniveau steigern.

Beim Kauf sollte man auf die Qualität der Rauchwarnmelder achten. Keine Fehlalarme sowie eine wartungsfreie Zeit von 10 Jahren werden durch qualitativ hochwertige Rauchwarnmelder erreicht. Diese sind mit dem sogenannten Q-Zeichen gekennzeichnet. Bei der Montage sind die Anleitungen der Hersteller zu beachten. Apropos Fehlalarme: Ein Rauchwarnmelder soll auf keinen Fall in der Küche montiert werden. Hier würden die Dämpfe beim Kochen eventuell Fehlalarme auslösen. Dies würde zu Unmut der Bewohner führen und dann werden die Rauchwarnmelder erst wieder abmontiert. Im Bereich der Küche gibt es eigene Hitzewarnmelder. 

Zusammengefasst kann man sagen, dass Rauchwarnmelder die Sicherheit im eigenen Heim mit geringen Kosten und geringem Aufwand steigert. Zusätzlich zu einem Fettbrandlöscher im Haus wird mittels Rauchwarnmelder der Brandverhütung großen Beitrag geleistet.